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Theater + Transfer

Für Blinde und Sehbeeinträchtigte

Einführung

Audiodeskription ist ein Hilfsmittel, eine Form der Übersetzung für blinde und seheingeschränkte Zuschauer:innen, die eine Aufführung verstehen möchten.

Bei der Audiodeskription erhalten die Zuschauer:innen Kopfhörer und können so parallel zum Bühnengeschehen einer/einem Sprecher:in zuhören, die passgenau die visuellen Informationen in gesprochene Sprache umsetzt. Die Sprecher:innen nutzen dafür die Pausen, die die Schauspieler:innen machen, und ergänzen die Informationen, die nur visuell gegeben werden und somit für ein blindes oder sehbeeinträchtigtes Publikum nicht oder nur unzureichend zu rezipieren sind.

Es geht darum wertfrei zu beschreiben, was das Bühnenbild, die Kostüme, evtl. Projektionen etc. vermitteln, nicht um Interpretation, sondern um einen Kommentar zu den sichtbaren Teilen der Inszenierung.

In Ländern wie Großbritannien, Österreich, Frankreich u.a.m. gehört Audiodeskription bereits seit Längerem zum Standard. In Deutschland gibt es vereinzelnde Initiativen, wie in Leipzig, Gelsenkirchen, Hamburg oder Berlin, der Nachholbedarf ist allerdings noch groß. Der Berliner Spielplan Audiodeskription (Förderband e.V.) in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Theater, dem Berliner Ensemble, dem Friedrichstadtpalast, dem Theater an der Parkaue und der Deutschen Oper ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung.

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